Erster Schritt zum SmartHome: LED-Strips mit Raspberry Pi gesteuert

Es fällt nun immer mehr auf, dass die Tage wieder kürzer werden, und ich tat mich schon ein wenig schwer abends ein Buch am Schreibtisch zu lesen. Ich habe keine Schreibtischlampe, sondern nur meinen PAR-LED-Scheinwerfer, den ich notdürftig mal so installiert habe, dass er auf eine Reflektionsfläche strahlt, damit der Lichtkegel breiter wird.
Die Ausleuchtung ist jedoch furchtbar und über meinem Schreibtisch hängt dieses Ikea-Regal. Ein LED-Streifen dort wäre eigentlich doch perfekt um meinen ganzen Schreibtisch auszuleuchten.

Einen LED-Streifen an der Decke habe ich auch schon, den ich mit einer Fernbedienung steuern kann. Nachdem ich mal so recherchiert habe, was ich für Teile für verschiedene Lösungen brauchen würde, die Preise kalkuliert und ein paar Konzepte erstellt habe, kam ich auf die Lösung im Video oben.

Anstatt einen speziellen Trafo und Steuergerät ließe sich doch das ganze mit einem Raspberry Pi und einem universellen Trafo ersetzen. Einen Raspberry Pi wollte ich eh schon immer haben und die Möglichkeiten damit wären grenzenlos.
Die nächste Frage war die Wahl der LED-Streifen. In Zukunft würde ich das alles noch gerne etwas erweitern und noch mehr Streifen verbauen. Diese möchte ich dann aber dann einzeln ansteuern, dass nicht alle Streifen leuchten.
Option 1: Jeder LED-Streifen kriegt seine eigene Leitung. Diese sind am günstigsten und wären recht einfach zu steuern. Jedoch müsste ich sehr viel Kabel verlegen und bräuchte für jeden Streifen pro Pol einen Transistor und einen Pin des Raspberry Pis. Außerdem müsste ich dafür eine Platine löten.
Option 2: Es gibt LED-Streifen, bei denen jede LED einzeln ansteuerbar ist. Somit könnte ich Streifen an Streifen anschließen und hätte noch viel viel mehr Möglichkeiten zur Steuerung. Ich brauche auch keine Transistoren. Die LEDs haben an zwei Polen ihre Stromversorgung, welche ich direkt mit dem Trafo verbinden kann, und die anderen beide Pole sind Datenleitung und Takt, welche ich direkt mit dem Raspberry verbinden kann. Sprich ich kann alles auf eine Steckplatine stecken und brauche vorerst nichts löten.

Letztendlich wurde es dann Option 2. Eine passende Anleitung habe ich auf https://tutorials-raspberrypi.de/raspberry-pi-ws2801-rgb-led-streifen-anschliessen-steuern/  gefunden. Der LED-Streifen steckt in einem Schlauch drin und dieser ist auch selbstklebend. Leider wurde dieser stark eingerollt geliefert und ließ sich nicht flach legen. Er hat auch nicht stark genug geklebt, dass er am Regal hängen bleibt, also habe ich das ganze notdürftig mit Gaffa-Tape befestigt.
Zum Ansteuern logge ich mich per SSH auf den Raspberry ein und habe erst mal den Beispiel-Code angepasst, dass ich über die Kommandozeile den LED-Streifen an und ausmachen kann und die Farbe wählen kann.

Mögliche Erweiterungen:

  • Sprachsteuerung
  • Metall-Schienen zur besseren Befestigung
  • Plastikklammern, die ins Regal geschraubt werden
  • Musikgesteurte Szenen, wie ich sie aus der Lichttechnik kenne
  • Android-App zur Steuerung

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